El Hierro – Vulkanausbruch vor der Küste
El Hierro kommt nicht zur Ruhe. Seit Mitte Juli lassen leichte Erdbeben die kanarische Insel erzittern, und der Boden hebt sich. Anfang Oktober wurde dann der erste Vulkanausbruch unter Wasser vor der Küste El Hierros verzeichnet.
Da es weiterhin zu Eruptionen des Vulkans auf El Hierro kommt, wird es immer wahrscheinlicher, dass sich eine neue Insel bildet. Wenn wirklich eine neue Insel entstehen sollte, wird das natürlich eine Debatte auslösen, darüber, zu wem die Insel gehören und wie sie genannt werden soll. Die Folgen für die Meerestiere in diesem Gebiet sind katastrophal. Viele wurden durch den Schwefelgehalt im Wasser vergiftet und sterben. Wegen der giftigen Gase, die aus dem Vulkan entweichen, erkrankte auch bereits ein Mann, der Forschungen am Vulkan durchführte. Ein Einheimischer berichtet, dass die Katzen auf der Insel beginnen sich seltsam zu verhalten, weil sie die vergifteten Fische essen. Mehrere Strände der Insel wurden sicherheitshalber gesperrt und die Bewohner der nahegelegen Städte wurden evakuiert, bis auf eine alte Frau, die abgelehnt hatte, ihr Haus zu verlassen. Die umliegenden Gewässer wurden für Schiffe gesperrt und Flugzeuge dürfen den Südteil der Insel nicht mehr überfliegen. Inzwischen haben die Bewohner zwar die Erlaubnis in ihre Häuser zurückzukehren, doch dies geschieht nur zögerlich. Denn die Menschen auf El Hierro, Herreños genannt, sind mehr als besorgt, da in Zukunft mit stärkeren Erdbeben gerechnet wird und sich neue Ausbruchkanäle geöffnet haben, durch die Lavaströme ins Meer entweichen. Aber die Besorgnis der Herreños beschränkt sich keinesfalls nur auf die Naturgewalten, sondern es geht ihnen viel mehr auch um die finanziellen Einbußen. Touristen stornieren ihre Buchungen, Läden und Restaurants bleiben geschlossen und somit die Kassen leer. Zumindest hat die Kanarische Regierung ein finanzielles Sofortprogramm für die von der Evakuierung betroffenen Menschen von Restinga beschlossen. Wie schnell dieses allerdings in die Tat umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
Natürlich gibt es viele Spekulationen über die geographischen Folgen dieses Ereignisses. Darunter z.B. auch die Hypothese, dass die instabile Westflanke des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma ins Meer rutschen könnte. Das würde einen Megatsunami mit 49 Meter hohen Wellen auslösen, der die Karibik, USA, die Nordküste von Südamerika, Westafrika und Westeuropa treffen würde. Allerdings wird es, laut Professor Jan Nieuwenhuis von der Delft University of Technology, wohl noch eine Ewigkeit dauern, bis ein solches Ereignis wahrscheinlich wird. Er simulierte verschiedene Vulkanausbrüche und prognostiziert aufgrund dieser Experimente, dass erst in etwa 10,000 Jahren die Westflanke hoch und instabil genug sein werde, damit es zu einem solch gewaltigen Absturz der Steinmassen kommen könnte. Mittlerweile strömen sensationslustige Besucher und Pressevertreter auf die Insel, um die Ereignisse zu verfolgen. Wenn Ihr auch mehr über die Geschehnisse auf El Hierro lesen wollt, klickt bitte auf den folgenden Link: tinyurl.com/69kbzmy
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