Spanische und Kanarische Küche
Paella ist wohl das bekannteste spanische Essen - eine Reispfanne, traditionell mit Meeresfrüchten angereichert, zur Abwechslung aber auch mal mit Fisch oder Gemüse serviert, doch die spanische und die kanarische Küche haben noch viel mehr zu bieten. Die meisten Spanier verzichten auf das Frühstück, statt dessen gibt es gegen 10:30 Uhr Churros mit Chocolate - frittierte Teigstangen, die man meist mit Zucker bestreut und dann in eine warme, dickflüssige Schokolade oder einen kleinen Kaffee eintaucht.
Wenn man in Spanien "un café" bestellt, sollte man nicht damit rechnen, dass man einen klassischen Kaffee bekommt, tatsächlich hat man dann einen Espresso vor sich stehen. Damit Ihr auch wisst, was man hier am Besten bestellt, eine kurze Liste: Café con leche (Espresso mit Milch aufgegossen), Café cortado (bedeutet "kurzer Kaffee" und ist ein Espresso mit Milchschaum), Café solo (einfacher Espresso), Café americano (ist der schwarze Kaffee, den wir auch aus unseren Breitengraden kennen).
Als Besonderheit ist noch die "Condensada" zu erwähnen, kondensierte und gezuckerte Milch - sehr typisch für die Kanarischen Inseln - das sollte man auf jeden Fall mal probieren. Einfach einen "Condensada" oder einen "Leche Leche" bestellen und genießen!
Typisch für die spanische Küche ist auch die Tortilla oder auch "Tortilla Española" - die spanische Version des Omlettes, Hauptzutaten sind Kartoffeln und Eier, dazu isst man am Besten hausgemachte Ajoli (Knoblauchmayonnaise).
Auch die spanischen Tapas sind weitreichend bekannt - wenn man diese probieren möchte, sucht man sich am Besten ein echt spanisches Lokal. Tapa bedeutet Deckel und sie werden in kleinen Portionen entweder als Vorspeise oder viele verschiedenen Tapas zusammen auch als Hauptspeise gegessen. Typische Tapasgerichte sind spanische Fleischbällchen (Albóndigas), Oliven in den verschiedensten Varianten, Manchego-Käse und Serrano-Schinken, in Schinken eingewickelte Datteln und Pflaumen, karamelisierte Jakobsmuscheln und viele weitere. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die "Pimientos de Padrón", grüne Paprikaschoten von unterschiedlichem Schärfegrad und manchmal sehr bitter, zubereitet in Olivenöl und mit grobem Salz bestreut. Zu den Tapas trinkt man am Besten einen spanischen Rotwein.
Die Kanarische Küche vermischt traditionelle spanische Rezepte mit afrikanischen und lateinamerikanischen Einflüssen. Im Allgemeinen ist die kanarische Küche recht leicht, bedingt durch das ganzjährige warme Klima. Man ist weniger Fleisch, dafür häufig frisch gefangenen Fisch, dazu bestellt man am Besten Papas Arrugadas, kleine, runzelige Kartoffeln mit einer Salzkruste und dazu verschiedene Mojos, meistens sind das grüne (Mojo vérde) oder rote (Mojo rojo oder Mojo picante) Soßen. Weit verbreitet in den Kanarischen Restaurants sind auch die "Potaje de Berros", eine Brunnenkressesuppe und die "Sopa de garbanzas", ein Kichererbseneintopf.
Wer auf Marzipan steht, sollte auf jeden Fall zum Nachtisch mal den Kuchen "Tarta de Santiago" probieren. Er besteht hauptsächlich aus einer Mandelmasse und ist schön süß. Auch das "Bienmesabe" (übersetzt: “es schmeckt mir gut”) ist sehr beliebt und auf jeden Fall zu empfehlen: eine Mouse-Mischung aus Honig, Mandelcreme und Eiern.
Wer abends am Strand sitzt und die Sonne im Meer untergehen sieht, bekommt Lust auf süffige Weinvariationen: Der weitreichend bekannte "Sangria" und der weniger bekannte "Tinto de Verano", ein Gemisch aus Rotwein und Zitronenlimonade, am Besten kalt serviert!
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