Auslandspraktikum in Spanien - Bildungskredit, nein danke? Von wegen!

18.08.2010 11:57 | Kategorie: Finanzierung

Wir, die Praktikumsorganisation s-w-e-p, möchten Euch an Hand von verschiedenen Beispielen (BAföG, EU Förderprogramme, Stipendien und Bildungskredit) einige Möglichkeiten aufzeigen, Euer Praktikum finanziell zu unterstützen, da auch wir immer wieder merken, dass viele Studenten unzureichend informiert sind.

Auslandspraktikum in Spanien - Bildungskredit, nein danke? Von wegen!

Neben den Stipendien wird der Bildungskredit von unseren Praktikanten als weitere Möglichkeit wahrgenommen, ihren Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Wobei viele jedoch immer noch davor zurückschrecken, da es sich ja um einen „richtigen Kredit“ handelt, der nach einer Frist von 4 Jahren ab der Auszahlung auch wieder in Raten zurückgezahlt werden muss. Neben dem Vorteil, dass es den Kredit zu äußerst guten Zinskonditionen gibt (1,96% nominal, Stand 01.04.2010) gegenüber den normalen Krediten von sämtlichen Banken und Sparkassen, ist die Ausfallbürgschaft durch den Bund das ausschlaggebende Argument für einen Bildungskredit. Was bedeutet das? Wenn Ihr unverschuldet den Kredit nicht zurückzahlen könnt oder später zu wenig verdient, zahlt der Bund für Euch, ganz einfach!
Der Kredit wird in Zusammenarbeit mit der KfW-Bankengruppe und dem Bundesverwaltungsamt gewährt und dient vor allem der Zuschussfinanzierung in der Schlussphase der Ausbildung oder eben der Finanzierung eines Praktikums. Diejenigen, die einen Bildungskredit beantragt haben, sehen noch weitere Vorteile darin: Er kann unabhängig vom Einkommen der Eltern beantragt werden und wird auch nicht auf das Bafög angerechnet – d.h. er kann also noch zusätzlich in Anspruch genommen werden! Außerdem müssen bei der Beantragung keine Sicherheiten nachgewiesen werden, wie das oft bei „normalen Krediten“ der Fall ist. Die Förderfähigkeit unterliegt ähnlichen Bedingungen wie beim BAföG, nur geht die Bearbeitung viel schneller und das Geld steht schnell zur Verfügung. Als Student müssen die Bedingungen erfüllt sein, die Ihr auf www.studienfinanzierung.de findet.
Die Auszahlung des Bildungskredites erfolgt in monatlichen Raten von 100, 200 oder 300 Euro über eine Dauer von maximal 24 Monaten. Auch Einmalzahlungen sind möglich, bspw. wenn man unbedingt noch einen neuen Laptop zur Durchführung des Praktikums benötigt. Diese Einmalzahlungen müssen begründet und eine Summe (€) muss angegeben werden. Man sollte dabei vielleicht nicht unverschämt sein und die gesamten Kosten für Flug, Business-Outfit und neuen Koffer angeben, aber teure Arbeitsmaterialien gehören auf jeden Fall dazu!

So kann man sich also in aller Ruhe auf sein Praktikum freuen, ohne an finanzielle Schwierigkeiten zu denken oder Angst haben zu müssen, mit dem von den Hotels gezahlten Taschengeld von meist 150€ (inkl. Unterkunft und Verpflegung), nicht auszukommen. Seht diesen Kredit statt Bürde als eine Investition in Eure Zukunft, die Euch hilft, später einen besseren Arbeitsplatz zu bekommen! Einen Antrag beim Bundesverwaltungsamt könnt Ihr bequem im Internet stellen. Dort findet Ihr auch noch mal die wichtigsten Informationen zum Bildungskredit.

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